Gartentipps rund ums Jahr... 

 

....August...

  ...der Spätsommer stellt sich nach dem phänologischen Kalender ein...   

...schon wieder August - kaum zu glauben. Wir ernten ja schon wie verrückt. Manche Beete sind schon abgeerntet, es warten neue Aufgaben.

Das Wachstum der Pflanzen lässt langsam nach. Das Grün der Kartoffeln wird je nach Sorte deutlich braun - Zeit zum Ernten. Dort wo noch ordentlich etwas wächst kann man vllt. nochmal mit ´ner Gabe Kompost die Pflanzen stärken. In vielen Beeten die schon abgeerntet sind, wäre auch noch Zeit für das Setzen einer Nachsaat. Hier mit Gemüse das nur eine recht kurze Vegetationszeit hat (also schnell wächst) wie Kohlrabi, Radieschen, Salat oder natürlich Grünkohl. Aber auch dafür sollte der Boden vorher gut vorbereitet werden. Befreit ihn gut von Unkraut, lockert ihn einmal mit der Grabegabel auf, schließlich noch mit Kompost oder auch nur Hornspäne oder Rinderdung Pellets Nährstoffe zugeben, dann gut wässern und nach einer Weile oder erst am kommenden Morgen (wenn es nicht zu heiß ist und der Boden noch leicht feucht ist) die neue Saat einbringen. Danach wie immer gut wässern und nochmals warten bis sich die ersten Pflänzchen zeigen.

Auch der Rasen kann (wenn es nicht zu heiß ist) nochmal vertikutiert, auf jeden Fall aber mit einem Stickstoff- Phospordünger gestärkt werden.

Die meisten Beerensträucher sind abgeerntet, wie Heidelbeeren und Johannisbeeren. Die können dann so langsam schon zurück geschnitten werden, denn das fördert die Fruchtbildung für das kommende das kommende Jahr.

Viele Gärtner haben es bei den Tomaten (besonders wenn sie zu eng stehen) mit der Braunfäule zu tun. Ärgerlich. Aber denkt daran, dass die Befallenen Tomatenpflanzen je nach Befall komplett aus dem Beet und dringend im Hausmüll entsorgt werden müssen. Wichtig ist das sie nicht auf den Kompost geraten, da das Virus sonst im gesamten Kompost steckt.

Ansonsten denkt ans mulchen (Beete mit Rasenschnitt abdecken um Austrocknung, Erosion und Unkrautwachstum zu hemmen.) und natürlich ans richtige Wässern, um den Geldbeutel und die Ressourcen zu schonen.

 

     

     

     

     

    Das macht man am besten ganz früh morgens (5 Uhr wäre perfekt). So verdunstet das an die Pflanzen gebrachte Wasser nicht gleich wieder und die Blätter der Pflänzchen können noch vor der Hitze abtrocknen und verbrennen nicht so leicht. Außerdem geht man so mit der wertvollen Ressource "Wasser" schonend um, was uns allen ein Anliegen sein sollte. 

    Wie schon erwähnt ist es auch gut, wenn man nach dem Gießen die Erdoberfläche leicht aufhackt (Wichtig: beim Hacken nur die obere Schicht des Bodens lockern - nie zu tief, damit die Wurzeln unserer Pflanzen nicht beschädigt werden!)

    Hierdurch wird die Wasseraufnahme des Bodens verbessert und auch die Verdunstung reduziert, um das schnelle Austrocknen des Bodens zu verlangsamen, aber auch die Pflanzen vor den negativem Auswirkungen von zu viel Wasser (z.B. nach plötzlichen Starkregen) zu schützen.

    Aber damit nicht genug, auch das Nachwachsen von Unkräutern gehemmt und für eine lockere Bodenstruktur gesorgt, was gut für das Wurzelwachstum und insgesamt die Gesundheit unserer Gemüsepflanzen fördert. 

    Also eine win-win Situation für die Pflanzen, uns Gärtner und die Natur!

     

    Und auch jetzt wieder der Hinweis: Denkt an die Brut- und Setzzeit vom 01.03. bis 30.09. Jetzt dürfen keine starken Heckenschnitte und Rodungen vorgenommen werden - es drohen empfindliche Strafen.