Gartentipps rund ums Jahr... 

 

....Juli...

  ...nach dem phänologischen Kalender  Hochsommer - und der meldete sich in diesem Jahr schon Ende Juni mit Rekordhitzetagen, wie wir sie nie hatten...   

...das belastet(e) nicht nur Mensch und Tier - auch unsere Pflanzen, vom Baum, über den Strauch, ob Blume oder Gemüse leiden bei extremer Hitze und Trockenheit. Um so wichtiger ist das Mulchen mit Rasenschnitt. Denn das sorgt unter Anderem dafür, dass der Boden nicht ganz so schnell austrocknet. Na und, dass das Mulchmaterial außerdem ein super Stickstoffdünger ist, das Unkrautwachstum hemmt, außerdem hilft eine neue Humusschicht aufzubauen und gegen Bodenerosion wirkt,  wisst ihr ja.

Also schön einmal alles Unkrautfrei machen, gut gießen/wässern, die Erdoberfläche dann leicht auf harken und ... 5 - 10 cm mulchen - und mehr ist nicht zu tun. Eure Pflanzen werden es euch danken.

Die ersten Gemüse sind dann auch schon erntereif. Aber Schluss muss mit dem Gemüseanbau dann nicht sein.

Auch jetzt kann noch gesät werden, damit man auch im Herbst noch etwas Selbstangebautes ernten kann. Mit der Aussaat direkt ins Freiland kann man

  • Blumenkohl 
  • Buschbohnen (bis 10. Juli) 
  • Chinakohl 
  • Endivien 
  • Eissalat 
  • Erbsen 
  • Feldsalat 
  • Fenchel  
  • Frühlingszwiebeln (Aussaat Ende des Monats) 
  • Grünkohl 
  • Herbst- und Wintersalate 
  • Karotten 
  • Kohlrabi 
  • Mangold (bis Mitte Juli) 
  • Pak Choi 
  • Pflücksalat 
  • Radicchio 
  • Radieschen 
  • Rote Beete 
  • Rotkohl 
  • Schwarzwurzeln 
  • Spinat (ab Mitte Juli) 
  • Steckrübe 
  • Tomaten (auf das passende Saatgut achten) 
  • Weißkohl oder  
  • Wirsing aussäen.

 

     

     

     

    Tomaten immer noch ausgeizen nicht vergessen und sobald es wieder heiß wird: wässern, wässern, wässern... 

    Das macht man am besten ganz früh morgens (5 Uhr wäre perfekt). So verdunstet das an die Pflanzen gebrachte Wasser nicht gleich wieder und die Blätter der Pflänzchen können noch vor der Hitze abtrocknen und verbrennen nicht so leicht. Außerdem geht man so mit der wertvollen Ressource "Wasser" schonend um, was uns allen ein Anliegen sein sollte. 

    Wie schon erwähnt ist es auch gut, wenn man nach dem Gießen die Erdoberfläche leicht aufhackt um das schnelle Austrocknen des Bodens zu verlangsamen.

    Nicht nur unser Starkzehrenden Gemüse wie u.a. die Gurken, Tomaten oder Zucchini können (trotz Mulchen) gerne z.B. mit Hornspänen alle paar Wochen mal nachgedüngt werden. Wenn ihr junge Blätter seht die ziemlich hell sind (übrigens auch bei Hortensien und Heidelbeeren), hilft Brennnesseljauche ins Gießwasser. Diese Mittel sind 100 % biologisch und ihr braucht keine Sorge haben, später einmal Düngergifte in euren eigenen Lebensmitteln mit zu verzehren. Ein gutes Gefühl.

    Die Jauche setzt man am Besten mit Jungen Brennnesselblättern an, die man grob klein schneidet, in ein Leinentuch gibt, das man in ein verschließbares Gefäß ins Wasser hängt (1 kg Blätter in 10 Liter). Das Ganze lässt man jetzt gute 2 Wochen an einem warmen sonnigen Standort (sonnenbeschienen) stehen, um die Fermentierung voran zu treiben. Alle paar Tage rührt man das Ganze mal um und sobald die Jauche riecht, sich dunkel färbt und sogar Bläschen bildet, ist sie einsatzbereit. Dann kann der Leinensack rausgenommen werden und der Inhalt auf dem Kompost verteilt werden. Die Jauche selber stärkt unsere Pflanzen  schnell und zuverlässig. Ein Extra Boost durch den hohen Stickstoffgehalt, der die Bildung von Chlorophyll und damit ein sattes Blattgrün fördert und die Pflanzen stark gegen Schädlinge und Pilze macht.

    Aber Achtung: Brennnesseljauche ist ein echt scharfer Dünger, der nur stark verdünnt (1:10) und nur an die Wurzeln (nicht über die Blätter) gegossen werden sollte. Doch gerade die Starkzehrer profitieren davon.

    ... was soll jetzt noch schiefgehen? Darum lehnt euch ab und an zurück und schaut dem Gemüse beim Wachsen zu.

                                         Auf eine gute Ernte!

    Eins noch: Denkt an die Brut- und Setzzeit vom 01.03. bis 30.09. Jetzt dürfen keine starken Heckenschnitte und Rodungen vorgenommen werden - es drohen empfindliche Strafen.