Gartentipps rund ums Jahr... 

 

....September..

  ...nach dem phänologischen Kalender Frühherbst...   

...und das merkt man die ersten Septembertage schon.  - Aber noch ist nicht aller Tage Abend. Es werden noch schöne Tage kommen, die man im Garten so richtig gut genießen kann. Und außerdem reißt die Arbeit nicht ab,  es warten neue Aufgaben.

Toll ist, dass die Wassertonnen allerorts voll sein dürften und sich der Rasen endlich erholen kann. Jetzt wo die heißen Tage vorbei sind, kann man ihn nochmal so richtig auf den  Winter vorbereiten. Jetzt ist es rund um die Uhr noch warm genug, dass er sich ordentlich kräftigen lässt. Mähen ist noch wichtig, aber besonders sollte man den Rasen ein letztes Mal vertikutieren. Damit entfernt man Ablagerungen und Verfilzungen.
Verdichtete Bereiche kann man mit einer Grabegabel oder einem Belüfter auch nochmal lüften.
Gibt es kahle Stellen kann man jetzt auch wunderbar nach säen und außerdem sollte man ihm auch noch eine stärkende, letzte Düngung mit einem Kalium Dünger (wenig Stickstoff) gut für ihn. Er macht ihn Frostresistenter.
ABER ACHTUNG: keinen Langzeitdünger mehr verwenden!

Im Frühherbst beginnt auch so allmählich der Laubfall. Herunter gefallenes Laub sollte nicht auf dem Rasen liegen bleiben. Sie begünstigen Pilzbefall und Fäulnis. Ein Laubhaufen anzulegen, wird euch der Igel sicher danken.

Immer noch schaffen es viele Kräuter und Gemüse wenn man sie im September sät. Petersilie, Kresse oder Dill lassen sich jetzt problemlos ins Beet säen. Auch Stauden wie Thymian oder Estragon kann man einfach teilen und umsetzen.
Gemüse wie Spinat, Zwiebeln, Mangold, Feldsalat, Radieschen, Rucola oder Steckrüben kann man jetzt noch aussäen.

Wer darauf aber verzichten möchte, für den ist die Aussaat eines Gründüngers sinnvoll. Senf ist hier ein superguter und schnellwachsender Dünger. Er macht schnell eine recht dichte Blattdecke und schützt so den Boden, seine Blüten ziehen Insekten an, die in ihm enthaltenen Öle ziehen Nematoden an und töten sie ab, die Wurzeln lockern den Boden auf... was gibt es besseres. Aber Vorsicht: Senf gehört zur Familie der Kreuzblütler. Hattet ihr als Hauptkultur Kreuzblütler wie Kohl oder Kresse auf dem Beet, solltet ihr einen anderen Gründünger verwenden um der Übertragung von Krankheiten (Kohlhernie) zu vermeiden. Die Ackerbohne, Klee oder Phacelia sind gute Alternativen.

Nicht nur im Gemüsebeet wäre noch was zu tun, auch die Obststräucher wollen noch beachtet werden. Um die Fruchtbildung für das kommende Jahr zu fördern, sollten sie nämlich nach der Ernte einen Rückschnitt vornehmen. Heidelbeeren, Johannisbeeren oder Stachelbeeren sind hier zu nennen. Bei den Sommerhimbeeren sollten die zweijährigen Triebe bis auf 10 cm zurückgeschnitten werden. Die Herbsthimbeeren können alle zurückgeschnitten werden. (Das kann man aber auch im zeitigen Frühjahr erst erledigen um die Wurzeln und den Boden im Winter noch ein wenig zu schützen). 

 

 

     

     

     

     

     

     

     

    Im September ist die Zeit der restlichen Obsternte. Äpfel, Birnen und Pflaumen warten nun auf ihre Ernte und Verarbeitung. Bei der Gelegenheit steht dann auch die Pflege der Obstbäume an. Denn nur wenn sie gesund durch den Winter kommen, können sie sich im nächsten Jahr gegen Schädlinge wehren, Hitze und Starkregen trotzen und dennoch viele gute Früchte hervorbringen.
    Sollte es bei der Ernte zu Schädigungen an den Trieben gekommen sein, sollten die zurückgeschnitten werden. Überhaupt sollten Wunden an Obstbäumen mit z.B. Wachs behandelt werden um einem Krankheitsbefall zuvor zu kommen.
    Alle Obstbäume sollte man zum Ende des Monats mit Leimringen gegen den Frostspanner versehen werden und auch noch einmal auf Schädlingsbefall untersucht werden.

    Fallobst und Fruchtmumien müssen regelmäßig entfernt werden.
    Nicht zu vergessen sind die Ausläufer von Erdbeeren. Die sollte man jetzt auch entfernen, um die Mutterpflanze zu stärken und so im nächsten Jahr eine reiche Erdbeerernte erwarten zu dürfen.

    Und auch jetzt wieder der Hinweis: Denkt an die Brut- und Setzzeit vom 01.03. bis 30.09. Jetzt dürfen keine starken Heckenschnitte und Rodungen vorgenommen werden - es drohen empfindliche Strafen.