Gartentipps rund ums Jahr... 

 

....der  März..

  ...nach dem phänologischen Kalender herrscht jetzt Vorfrühling und die Brut- und Setzzeit vom 01.03. bis 30.09. hat begonnen.    

Und der ist in diesem Jahr bisher besonders schön. Tagestemperaturen bis 18 Grad locken uns alle in den Garten.

Denn hier regen sich die Frühblüher. Um die besser in Szene zu setzten sollte jetzt wirklich altes Laub und vertrocknete Blütenstände von den Beeten.

Außerdem ist es durchaus Zeit die Böden vorzubereiten. Dazu muss man sie zunächst auflockern. Das reicht nämlich aus. Beim anstrengenden Umgraben bringt man nur unnötig die Microlebewesen in ihren Bodenschichten durcheinander. Das wirft den Boden eher zurück und man muss mehr düngen. Es reicht völlig in nur mit einer Grabegabel einzustechen und aufzulockern. Unkräuter sollten dabei mit ihren Wurzeln entfernt werden, damit die nicht schon vor dem Einsehen Nährstoffe verbrauchen. Wenn nötig (schadet nie) Stoffe zur Bodenverbesserung einarbeiten. Eine Ladung Bodenaktivator beispielsweise oder Blähton (zu teuer) und auch organisches Material um die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens zu erhöhen, ist hier denkbar. Das wird euch der Boden im heißen Sommer  danken und wir schaffen es mit weniger Wasser auszukommen. Wenn das Wasser dann noch aufgefangenes  Regenwasser ist, ist das gut für die oft niedrigen Grundwasserstände, super für unseren Geldbeutel - weil wir die Pumpe nicht so oft brauchen und sicher auch gut für uns, wenn wir nicht stundenlang jeden Tag wässern müssen. Zur Beetvorbereitung und einen guten nährstoffreichen Boden sollte unbedingt noch eine mindestens 1 cm hohe Kompost oder Humusschicht mit dem Rechen eingearbeitet werden. Das kann und sollte auch während der Pflanzzeit wiederholt werden. Ein guter Boden ist die Basis für eine reiche Ernte.

Weiter gehts: Wer immergrüne Pflanzen hat, sollte diese unbedingt wässern. Die machen Photosynthese und verbrauchen daher nicht wenig Wasser.

Im Gegensatz zur Bauenhortensie (die wird direkt nach der Blüte geschnitten) sollte man im zeitigen Frühjahr - unbedingt bevor sie austreiben - schneiden. Sie bilden ihre Knospen im erst Jahr der Blüte an jungem Holz. Jetzt also so langsam bei jedem Trieb mindestens ein - zwei Augenpaare stehen lassen und ca. 0,5 cm über dem 2. Augenpaar leicht schräg abschneiden. Bei alten Pflanzen können auch alte Triebe bodennah rausgeschnitten werden und solche die zu weit nach innen wachsen ebenso. Schließlich sollten die Hortensien gern mit einer Gabe speziellem Hortensiendünger versorgt werden. Genau wie Heidelbeeren mögen sie auch gern Kaffeesatz als günstigen organischen Dünger. Und auch die Heidelbeeren sollten bis Mitte März geschnitten sein. Auch hier gilt: alte Triebe raus, 4-5 Augenpaare stehen lassen und innen nicht zu dicht werden lassen, um eine luftige Krone zu erzeugen. Überhaupt wünschen sich alle Beerensträucher auch eine gute Gabe Kompost und auch hier sollten die Pflegeschnitte abgeschlossen sein. Die alten Ruten der Sommerhimbeeren sollten jetzt spätestens bis auch 7 cm zurückgeschnitten werden und auch sie sollten vom Unkraut befreit werden, damit ihnen niemand die Nährstoffe aus dem Boden streitig macht.

 

     

     

     

     

     

     

     

     

    Natürlich braucht auch unser Rasen seinen ersten Säuberungsschnitt. Dafür muss es nur trocken sein. Das erste Lockern oder Vertikutieren sollte erst bei Bodentemperaturen um 9 Grad erfolgen. 

    Die Obstbäume sind ja alle schon leicht Kalken. Gartenkalk verbessert den Gartenboden, hebt den pH-Wert um einer Übersäuerung vorzubeugen, versorgt die Pflanzen mit Calcium und hilft dabei, dass Nährstoffe im Boden für die Pflanzen verfügbar werden. So stärkt er die Pflanzen und macht sie widerstandsfähiger. Auch haben ja sicher alle tiefe Frostrisse an Obstbaumstämmen mit einem sauberen Messer ausgeschnitten/ausgekratzt und die Wunden mit Baumwachs bestrichen und schließlich mit Weißanstrich angepinselt. Das sollte ja im Herbst schon erledigt werden - ist aber auch im Sommer gut für die Bäume um sie vor Sonnenbrand und Austrocknung zu schützen. Nun nochmal eine letzte Erinnerung an die Wellpappstreifen gegen den Apfelblütenstecher an Apfelbäumen. Die sollten schon ungefähr 10 cm dick unten um den Baum gebunden sein, damit die Tiere nicht den Baum hoch kommen (morgens absammeln)

    Alle Obstgehölze können so langsam auf den Befall von Blutläusen untersucht werden (watteartige Beläge auf der Obstbaumrinde - sollten dann mit einer Drahtbürste abgeschrubbt werden).

     

    Wer mag kann jetzt sogar noch Blumen aussäen werden. Allerdings geht das nur mit sogenannten Kaltkeimern, die die niedrigen Temperaturen draußen als Kältereiz zum keimen benötigen und dann ausreichend Keimruhe haben. Neben Enzian (Gentiana) oder der Bauernpfingstrose (Paeonia officinalis) wären das auch z.B. das Tränende Herz (Lamprocapnos / Dicentra spectabilis) und das Duftveilchen (Viola odorata).

     

    So kann 2026 ja nur ein tolles und erfolgreiches Gartenjahr werden!