Gartentipps rund ums Jahr...
....Juni...
...nach dem phänologischen Kalender bewegen wir uns mit großen Schritten auf den Frühsommer zu...
...denn den erkennt man daran, dass der Holunder blüht und die Heuernte beginnt. So ganz sind wir da noch nicht, aber die ersten Holunderblüten zeigen sich...
Ist im Garten der Rasen gelüftet, vertikutiert, nachgesät und mit Nährstoffen versorgt? Die jungen, vorgezogenen Gemüsepflanzen gesetzt? Nistkästen für Wildbienen, aber auch Nützlinge wie Marienkäfer und Florfliegen aufgebaut?
Dann wären da noch alle Obstpflanzen auf Schädlinge zu überprüfen? Läuse, Apfelwickler und Co.?
Die Gespinste muss man manchmal einfach manuell entfernen und Läuse mit Waschnusssud oder Seifenlauge im Zaum halten. Schön wär es natürlich ihr würdet jede Menge Nützlinge beim Absuchen der Pflanzen finden. Marienkäfer oder Florfliegen lieben Läuse und Co.. Denen sollte man ruhig Nistangebote im Garten machen. Der Handel hält jede Menge roter Florfliegenkästen, Marienkäferkästen, Nisthilfen für Wildbienen oder Kästen für Schmetterlinge bereit. Auch das selber bauen macht auch Spaß....
Solltet ihr Pilzkrankheiten an euren Obstbäumen finden, sammelt die erkrankten Blätter einfach ab (auch vom Boden) und entsorgt sie im Hausmüll - auf keinen Fall auf dem Kompost!!!)
Weiter kann es gleich mit dem Juni-Riss an den Obstbäumen gehen: überzählige junge Neu-Triebe, sogenannte Besen oder auch Wasserschosser, sollten vereinzelt werden. Wenn z.B. mehrere dicht nebeneinander wachsen, sollte nur einer stehenbleiben. Auch die die senkrecht/steil hoch wachsen oder quer wachsende sollten direkt an der Basis entfernt werden. Das klappt jetzt durch Ausreißen super - die Triebe sind noch jung und die Wunden verheilen schnell wieder.
Dann kann es so langsam an eine Fruchtausdünnung gehen. Das sollte bis 10.06. erledigt sein. Oft machen es die Bäume auch schon von ganz allein, aber schaut euch die jungen Früchtchen genau an. Sind es zu viele an einem Ort oder sind sie schwächlich, zupft sie einfach ab und weg damit. Der Baum soll seine Kraft lieber in wenigere Früchte stecken, als zu viele nicht groß und schmackhaft zu bekommen.
Bei der Gelegenheit überprüft die Leimringe an den Bäumen. Helft den Pflanzen wo es geht, denn die letzten und kommenden Sommer mit ihren extremen Temperaturen, Temperaturschwankungen und Niederschlagsschwankungen sind nicht nur für uns Menschen, sondern auch für unsere Pflanzen anstrengend und stressig. Sie werden dadurch einfach immer anfälliger für Krankheiten und Schädlingen.
Pilzbefall ist nicht zuletzt deshalb immer wieder - und mehr werdend - ein Thema in unseren Gärten. So zeigten sich grad schon einige Fälle von echtem Mehltau an den Gemüsepflanzen, z.B. den Zucchinis. Früh behandelt hilft hier ein Gemisch von echter Vollmilch und Wasser (1:8) ganz gut. Die Milchsäurebakterien greifen die Pilze an.
Bei Starkzehrenden Gemüse wie u.a. die Gurken, Tomaten oder Zucchini kann gerne z.B. mit Hornspänen alle paar Wochen mal nachgedüngt werden. Wenn ihr junge Blätter seht die ziemlich hell sind, hilft Brennnesseljauche ins Gießwasser. Diese Mittel sind 100 % biologisch und ihr braucht keine Sorge haben, später einmal Düngergifte in euren eigenen Lebensmitteln mit zu verzehren. Ein gutes Gefühl.
Für einen guten Boden und zusätzlichen "Dünger" ist auf jeden Fall Mulchen das richtige Mittel. Dazu verteilt man am Besten eine 5 - 10 cm dicke Schicht aus angetrocknetem Rasenschnitt mit etwas Abstand zum Pflanzenstängel rund um die Pflanzen. Er enthält Stickstoff, der bei der Zersetzung langsam an den Boden und damit an die Wurzeln der Pflanzen abgegeben wird, wodurch sie gut wachsen. Toll ist zudem, dass das zersetzte Material zur Bildung von Humus beiträgt, das Unkraut bekämpft und den Boden feuchter hält. Die Bodenqualität wird durchs Mulchen eindeutig verbessert.
Dicker als die 5 - 10 cm sollte die Schicht dann aber echt nicht werden, damit die Luftzirkulation sichergestellt ist und so Schimmelbildung vermieden wird. Deshalb sollte der Rasenschnitt auch vor dem Nutzen als Mulchmaterial angetrocknet werden und beim Verteilen der Abstand zum Pflanzenstängel gewahrt werden.
Noch zu beachten ist, dass der Boden in euren Beeten vor dem Mulchen Unkrautfrei sein sollte, damit die Nährstoffe nur für eure Pflanzen zur Verfügung stehen. Nach dem Jäten also alles einmal gut wässern und mit dem jetzt üppig nachwachsenden Rasenschnitt mulchen. Ein weiterer Schritt um unsere Gärten gesund zu halten.
Was gibt es, außer das man mit Unkraut jäten kaum nachkommt, noch? Die Hortensien! Sie zeigen jetzt doch oft schon einen Mangel an Nährstoffen an. Sind ihre Blätter nämlich eher hellgrün mit sich deutlich dunkel zeigenden Blattadern, handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um eine Chlorose - meist ein Eisenmangel, dem man durch die Gabe vorn speziellem Hortensiendünger am schnellsten begegnen kann.
... dann kann der Sommer kommen und mit ihm eine tolle Ernte...
Wichtig: wir haben Brut- und Setzzeit vom 01.03. bis 30.09. Jetzt dürfen keine Heckenschnitte und Rodungen vorgenommen werden - es drohen empfindliche Strafen.